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Gestern Mittag habe ich mich mit der Vizepräsidentin der Bundesärztekammer, Frau Dr. Ellen Lundershausen und der ärztlichen Geschäftsführerin, Frau Dr. Katrin Bräutigam für ein Austausch über die aktuelle Corona-Politik und die Einschätzungen der Bundesärztekammer getroffen.

Bezüglich der aktuellen Impfmüdigkeit sprach Frau Dr. Lundershausen von einer gesellschaftlichen Verantwortung eines jeden Einzelnen, sich impfen zu lassen. Auch ich stimme ihr da zu: Aktuell hat jeder die Möglichkeit, sich unkompliziert und ohne Wartezeit impfen zu lassen. Um verschärfte Einschränkungen im Herbst zu vermeiden, müssen auch diejenigen erreicht werden, die bis jetzt noch nicht geimpft sind. Im diesem Zuge sind die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums, die Zurverfügungstellung von kostenlosen Schnelltests ab Oktober zu beenden, absolut richtig!

Für Frau Dr. Lundershausen ist entscheidend, dass die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vor allem auch über die sozialen Medien über das Impfen aufklärt, um vor allem Jüngere zu erreichen. So könne man Unwissenheit und Vorbehalte beseitigen und gleichzeitig Vertrauen schaffen.

Meine Gesprächspartnerinnen sehen aber auch noch Verbesserungspotential, beispielsweise bei der Unterstützung von Betriebsärzten. Über Betriebsärzte könne man viele erreichen, die bis jetzt noch nicht geimpft wurden. Dafür müssen jedoch die Abläufe sowohl für die Betriebsärzte, wie auch für die Arbeitnehmer, die zum Betriebsarzt kommen, entbürokratisiert und niedrigschwelliger gestaltet werden.

Frau Dr. Bräutigam wies schließlich auch darauf hin, dass mehr Investitionen in Forschung und eine Förderung der wissenschaftlichen Arbeit nötig seien, um fundiertes Wissen über Corona und die Auswirkungen zu erlangen. Diese Aufgabe kann Deutschland jedoch nicht allein bewältigen, weswegen die Koordination der Forschung mindestens auf EU-Ebene stattfinden müsse, wenn nicht sogar auf internationaler Ebene.

Ich bedanke mich recht herzlich bei Frau Dr. Ellen Lundershausen (links) und Frau Dr. Katrin Bräutigam (rechts) für den aufschlussreichen Austausch und die Berichte aus ihrer Perspektive. Die Erkenntnisse für mich aus diesem Gespräch werde ich in meine Arbeit in den kommenden Wochen einfließen lassen.

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